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Eine Gefährdung der Professur "Organischer Landbau" und des Versuchshofes für ökologischen Landbau der Universität Gießen wirft der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Martin Häusling, dem Unipräsidenten Professor Stefan Hormuth vor. Grund ist sein Festhalten an den von der Universität Gießen durchgeführten Sortenwertprüfungen, die notwendig sind für die Zulassung von gentechnisch verändertem Mais auf Landesflächen in Gießen und Groß-Gerau.
"Mit dem Beharren auf diesem Anbau missachtet er einen Beschluss der Gießener Stadtverordnetenversammlung, die sich gegen den Gen-Mais-Versuch ausgesprochen hat. Fast 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Deshalb kann die Gießener Universität mit der Teilnahme an diesem Verfahren ihr Profil nur verschlechtern. Bei den geplanten Sortenprüfungen handelt es sich nicht um Sicherheitsforschung, sondern lediglich um den Abschluss von Sortenzulassungen für Firmen und deren gentechnisch veränderte Pflanzen. Aus unserer Sicht besteht für die Universität Gießen keinerlei Grund, sich für die Interessen der Industrie herzugeben und die Universität weiter in Richtung Gentechnikbefürwortung zu positionieren", unterstreicht Martin Häusling
DIE GRÜNEN fordern den Universitätspräsidenten noch einmal auf, dem Votum der Stadtverordnetenversammlung zu folgen und auf den Anbau von Gen-Mais zu verzichten.
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Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne
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